Ist der TÜV fürs Pferd wirklich nötig?

Wer ein Pferd kaufen möchte, der sollte einige wesentliche Aspekte beachten. Ein ganz wichtiger Punkt hierbei ist der sogenannte TÜV für das Pferd denn mit dieser Ankaufsuntersuchung (AKU) werden eventuelle Probleme des Tieres bereits vorab festgestellt. Tragen Sie sich mit dem Gedanken ein Pferd zu kaufen beim Pferdemarkt auf Quoka zu kaufen, sollten Sie stets einen TÜV durchführen lassen, um so die Garantie zu erhalten, dass es sich um ein gesundes Tier handelt. Denn die sogenannte Ankaufsuntersuchung gibt Aufschlüsse über den Gesundheitszustand des Pferdes. Bevor Sie diese Untersuchung vornehmen lassen, sollten Sie überlegen, für welchen Zweck das Pferd eingesetzt wird. Während ein Sportpferd topfit und keinerlei gesundheitliche Einschränkungen aufweisen sollte, können Sie ein Pferd für das Gelände oder die Freizeit mit kleinen Befunden bedenkenlos kaufen.

Die klinische Untersuchung

Der Tierarzt überprüft bei der klinischen Untersuchung neben dem Allgemeinzustand des Pferdes auch die Atem- und Pulsfrequenz, hört darüber hinaus die Lunge und das Herz ab und führt eine Kontrolle der Zähne, des Fells und der Haut durch. Diese Untersuchung erfolgt zuerst im Ruhezustand des Tieres und noch einmal nach einer Belastung. Anschließend werden der Rücken sowie die Gliedmaßen überprüft, um festzustellen, ob eine eventuelle Lahmheit des Tieres vorhanden ist. Wichtig ist auch eine Blutüberprüfung so können Sie kontrollieren, ob dem Pferd Medikamente verabreicht werden oder Ähnliches. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der klinischen Untersuchung ist die Beugeprobe des Beines beim Pferd. Hierbei stellt der Tierarzt fest, ob auf diese Provokation das Pferd mit Lahmheit reagiert. Liegt ein begründeter Verdacht vor, ist eine Röntgenuntersuchung angebracht.

Die Röntgenuntersuchung

In der Regel werden bei der Röntgenuntersuchung zehn Aufnahmen vom Fesselgelenk, den Hufen und dem Sprunggelenk durchgeführt, Sie können aber auch weitere Aufnahmen zum Beispiel vom Rücken des Pferdes und bei Bedarf auch Ultraschallbilder, eine Endoskopie oder weitere spezielle Untersuchungen im Rahmen des TÜVs vornehmen lassen.

Die Gewährsmängel beim Pferdekauf

Die sogenannten Gewährsmängel sind gesetzlich festgelegt und umfassen sechs Krankheiten des Pferdes. Zu diesen gehören periodische Augenentzündung, Kehlkopfpfeiffen, Rotz, Dämpfigkeit, Dummkoller und Koppen. Ist einer dieser Gewährsmängel beim Pferd vorhanden, konnte der Käufer innerhalb einer bestimmten Frist von dem Kauf zurücktreten, was heute nicht mehr gilt. Denn seit 2002 gelten die gleichen Gewährleistungen beim Pferdekauf wie bei Verbrauchsgütern (z.B. Auto) nach EU-Recht.

Fazit: Möchten Sie ein Pferd kaufen, sollten Sie in jedem Fall in Absprache mit dem Verkäufer den TÜV für das Tier vornehmen lassen, um sicherzugehen, dass es sich bei diesem Pferd um ein gesundes Tier handelt, das ihren Vorstellungen und Bedürfnissen entspricht.

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